Schnee

Schnee

Jede Schneeflocke hat sechs Seiten, und keine zwei sind genau gleich.

Feiert, einzigartig zu sein, genau wie jede Schneeflocke

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Die Geschichte

Hoch oben in einer stillen, grauen Wolke spürte ein winziger Wassertropfen einen kalten Schauer. Der Himmel flüsterte von einer magischen Veränderung.

Mit einem plötzlichen Funkeln gefror der Wassertropfen zu einem winzigen Kristall. Sechs perfekte, eisige Arme sprossen aus seiner Mitte hervor.

Es sprang aus der schweren Wolke und begann einen langen, wirbelnden Tanz. Es schwebte hinab zur schlafenden Erde weit unter sich.

Während er durch die kalte Luft wirbelte, begann der winzige Kristall zu wachsen. Jeder frostige Hauch fügte seinen sechs Zweigen zarte Muster hinzu.

Keine andere Schneeflocke am Himmel hatte genau dieselbe Form. Jede neue Frostschicht machte den kleinen Kristall vollkommen einzigartig.

Es gesellte sich zu einer Vielzahl anderer Kristalle – einer prächtigen Parade eisiger Sterne. Doch selbst inmitten dieser Menge blieb seine Form etwas Besonderes.

Plötzlich erfasste eine heftige Windböe die Schneeflocke. Der sanfte Tanz verwandelte sich in einen wilden Wirbeltanz.

Es taumelte und wirbelte durch den stürmischen Himmel, doch es zerbrach nicht. Seine sechs starken Arme hielten dem Wind stand.

Der wilde Wind flaute schließlich zu einem sanften Flüstern ab. Wieder friedlich schwebend, trieb der Kristall dem stillen Boden entgegen.

Unten wartete eine behagliche, in Weiß gehüllte Welt darauf, sie willkommen zu heißen. Die kleine Schneeflocke schwebte näher an den stillen Boden heran.

Es schwebte auf eine wartende Hand zu, bereit, seine lange Reise zu beenden. Ein weicher, dunkelblauer Fäustling streckte sich ihm entgegen.

Es landete sanft auf der dunkelblauen Wolle. Neben anderen eisigen Sternen ruhend, strahlte es stolz – jeder von ihnen sechseckig, und doch glich keiner dem anderen vollkommen.

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