Brot teilen

Brot teilen

Es war nicht sehr viel, und irgendwie war es genug.

Lehrt Teilen und Großzügigkeit

5 Min. Lesezeit · 4-6

Diese Geschichte anhören

Die Geschichte

Eine kleine Familie versammelte sich um den Holztisch. Im Korb lag ihr einziger Laib Brot, golden und warm.

Sie betrachteten den kleinen Laib und fragten sich, ob er ausreichen würde. Plötzlich hallte ein leises Klopfen von der schweren Holztür herüber.

Zwei frierende, müde Reisende standen draußen in der kühlen Nachtluft und baten höflich um einen warmen Ort zum Ausruhen.

Mit herzlichem Lächeln hießen sie die müden Reisenden willkommen und boten ihnen die besten Plätze am gemütlichen Kamin an.

Die Kinder brachen das warme Brot vorsichtig entlang der eingeritzten Linien auseinander und reichten ihren Gästen die ersten goldgelben Stücke.

Gerade als sie sich hinsetzten, schaute ein freundlicher Nachbar vorbei, um Hallo zu sagen, und sie teilten gerne noch ein Stück mit ihm.

Sie reichten den Korb herum und teilten die verbliebenen Brotstücke mit jedem neuen Freund, der eintraf.

Doch als immer mehr Hände in den kleinen Korb griffen, geschah etwas Wunderbares. Unter dem weißen Tuch kamen neue, warme Brotstücke zum Vorschein.

Ganz gleich, wie viele Stücke sie auch nahmen, der Korb blieb voll. Der Raum erfüllte sich mit dem süßen Duft von frisch gebackenem Brot.

Alle aßen sich satt, lachten und tauschten bis spät in die Nacht Geschichten aus. Ihre Herzen waren ebenso erfüllt wie ihre Teller.

Als das Fest schließlich vorüber war, sammelten sie die Reste ein. Der Korb war noch immer übervoll mit frischem, goldenem Brot.

Mit erfüllten Herzen erkannten sie den Zauber des Teilens. Es war nicht viel da, und doch war es irgendwie immer genug.

GlaubeMehr aus dieser Serie

Glaube

Brot teilen